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Digitale Magazine für emotionalere Kundenbindung

Digitale Magazine, nur um Sales in die Höhe zu treiben: DAS WAR GESTERN.

Heute bietet digital publishing Unternehmen eine neue Chance, ihre Zielgruppen emotional zu binden. Dabei geht es überhaupt nicht darum, die eigenen Produkte einzubinden und zu bewerben. Sondern vielmehr darum, die Kunden in ihrer Wertewelt mit aktuellen, saisonalen Themen so abzuholen, dass sie sich emotional mit „der Sache“ und letztlich mit dem Unternehmen verbinden können.

Mit monothematischen, solide recherchierten Ausgaben kann das Corporate Publishing direkt an die Inhalte anknüpfen, die ihre Zielkunden mit ihren Peer-Groups sowieso diskutieren: in Social Media Netzwerken genauso wie im echten Leben. Unser Best Practice Beispiel: das H&M Magazin mit der Winterausgabe zum Thema Generation Generosity.

Digitale Magazine: So binde ich Kunden emotional ans Unternehmen

Saisonal steht im Winter (auch bedingt durch die erhöhte Spendenbereitwilligkeit zu Weihnachten und die Zeit der guten Vorsätze im Januar) ein Thema im Vordergrund:

Wie kann ich als Einzelperson die Welt (für mich und andere) zu einem besseren Ort machen?

Mit der Generation Generosity Issue setzt H&M auf diesem Zeitgeist auf. Oder wie H&M es formuliert:

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Um jedoch wirklich zur Zielgruppe vorzudringen, braucht es mehr, als nur das abzubilden, was inhaltlich „in der Luft liegt“. Hier die Tricks, die H&M anwendet – und die jeder anwenden kann, der seinen Kunden eine emotionale Andockstation bieten will.

Trick 1: Digitale Magazine müssen echte Menschen zeigen, mit denen wir uns verbinden können.

Bei H&M sind das

a) Prominente Persönlichkeiten, die von der Zielgruppe geschätzt werden und für den Themenschwerpunkt stehen. Zum Beispiel Lady Gaga, die sich für kranke Kinder engagiert, indem sie deren Krankenhausrechnungen übernimmt.

b) Ein Youtuber, der mit seinen Zuschauern 525.000,00 US Dollar gesammelt hat. Denn Tyler Oakley engagiert sich für Suicide Prevention in der LGBTQ Jugend und zeigt damit, dass es seiner Generation viel wichtiger ist, sich sozial zu engagieren, als viele glauben.

c) Mehrere bekannte Models, die zum Teil sogar ihre Karriere an den Nagel gehängt haben, um sich mit ihrer Lebensenergie voll und ganz einer Sache zu widmen. Wie Waris Dirie, die gegen weibliche Genitalverstümmlung und für die Stärkung von afrikanischen Frauen kämpft.

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Trick 2: Digitale Magazine müssen „Higher Causes“ ohne Weltschmerz vermitteln.

Das kriegt H&M wunderbar hin, indem sie ohne Pathos über ernste Themen informieren. Denn dass die neue Generation der Wohltäter Mitmenschlichkeit ganz anders lebt, als ihre Eltern, wird spätestens klar, wenn man das erste Mal von Animation for a Cause hört. Die Macher dahinter haben verstanden, dass viele wohltätige Projekte und deren gute Ideen daran scheitern, dass es ihnen nicht gelingt, mit ihrer Botschaft ein breites Publikum zu erreichen. Deshalb produziert Animation for a Cause für ausgewählte Projekte 1-minütige Videos, um ihnen bei der Bekanntmachung ihrer Ziele zu helfen.

Ihr wohl bekanntestes Video ist das für den Wasichana Fund, der versucht, „die Welt mit Damenbinden zu retten“. Unglaublich, dass afrikanische Mädchen ein Fünftel ihrer Schulzeit (und damit die Chance auf ein besseres Leben) verpassen, weil sie sich Binden schlicht nicht leisten können und deshalb während ihrer Menstruation zuhause bleiben müssen.

Gleichzeitig zeigt H&M, dass Charity in der Neuzeit durchaus auch mit Playfication Modellen arbeiten darf. Wie zum Beispiel bei dem Projekt, in dem Jugendliche und Kinder in Addis Abeba skaten lernen. Vor fünf Jahren startete der äthiopische Musiker Israel Dejene Male mit einem einzigen Skateboard. „Mittlerweile üben bis zu 60 Kids Ollies und rauschen über die Halfpipe. Unterstützt von Skateboard-Legende Tony Hawk wird dieses Projekt weit kommen.“

Trick 3: Digitale Magazine dürfen – und sollten – einen Bogen zur Branche schlagen.

Dabei spielen natürlich die Personen, über die berichtet wird, eine große Rolle. Sie sind zum Großteil branchenaffin oder sogar Brancheninsider. Mit dem Artikel „Fashion verbreitet Liebe“ geht H&M noch einen Schritt weiter. „Von Spendenaktionen bis hin zu fleischlosen Montagen – bei Fashion geht es nicht nur um gutes Aussehen, sondern oftmals auch um gute Taten. (Denn) Fashion und Philanthropie gehen schon lange Hand in Hand und bieten uns die Möglichkeit, Stil und Mitmenschlichkeit im wahrsten Sinne des Wortes unter einen Hut zu bekommen. (…) Die Idee, durch Mode etwas beizusteuern, ist heutzutage viel verbreiteter. Die Fashionindustrie hat immer schon mit wohltätigen Programmen zusammengearbeitet, aber im Laufe der letzten Jahre ist die Nachfrage der Kunden gestiegen, die mittlerweile mehr als je zuvor auch einen guten Zweck unterstützen wollen.“

Trick 4: Digitale Magazine müssen ihren Lesern die Möglichkeit bieten, sich mit dem „higher cause“ auf einer ganz persönlichen Ebene zu verbinden.

Dabei hilft zum einen das Hinterfragen der eigenen Wahrnehmung und eigener Gewohnheiten – wunderbar gelungen in dem Artikel „Die Macht der Likes“ mit dem Inhalt „Selfie-Kampagnen, Online-Aktivismus, Ice Bucket Challenges – all das soll irgendeinem guten Zweck dienen, der immer ziemlich schick daherkommt. Aber können solche Aktionen tatsächlich etwas bewirken?“

Zum anderen schafft es H&M uns mit ihrem Video zum Thema „Was können wir tun?“ einen Ankerpunkt zu bieten, von dem aus wir die Welt ein Stückchen besser machen können, ohne direkt Geld zu spenden oder unser komplettes Leben radikal zu verändern.

Trick 5: Digitale Magazine müssen für Werte stehen, nicht für mögliche Umsätze.

WTF cares, ob es ein neues T-Shirt gibt, wenn es um Kinder geht, die nichts zu essen haben? Nichts ist schlimmer, als eine Wertewelt aufzubauen, um sie dann mit dem Hinweis auf eine neue Modekollektion wieder einzureißen. H&M bleibt monothematisch und im Mindset. Und damit in unseren geteilten Inhalten und – viel wichtiger – in unseren Herzen.

© für alle Bilder H&M

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