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Storytelling im Dokumentarfilm

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Es gibt Menschen, die schon früh genau wissen, was sie wollen. Sie ergreifen einen Beruf und halten ihr Leben lang daran fest. Und dann gibt es Menschen, die einen Bruch in ihrem Lebenslauf haben. Die mit etwas anfangen und auch erfolgreich sind. Aber feststellen müssen: “Das macht mich nicht glücklich.”

So ein Mensch ist Dr. John Kitchin alias Slomo, denn er kann sein Leben in “Vorher” und “Nachher” einteilen. Er hörte von einem auf den anderen Tag auf, als Arzt zu arbeiten, um Rollschuh zu laufen. Der amerikanische Regisseur Josh Izenberg hat Slomos Geschichte in einem kurzen Dokumentarfilm so fantastisch erzählt, dass ich mich freuen würde, wenn ihr das Video ganz in Ruhe genießt, bevor wir einen Blick in die Trickkiste werfen und verraten, WARUM die Geschichte so gut erzählt ist. Darf ich vorstellen? Slomo!

Storytelling im Dokumentarfilm

Was in unserem Kopf abläuft, wenn wir uns den Film über Slomo anschauen, hat natürlich ganz viel damit zu tun, wo wir in unserem Leben gerade stehen. Aber DASS etwas abläuft und DASS Slomo uns abholt liegt an der Dramaturgie. Wir alle kennen solche Situationen wie die mit dem alten Mann in der Warteschlange der Klinikkantine. Wir alle hatten schon solche AHA-BINGBINGBING-Momente. Und deshalb können wir unser eigenes Leben mit der Geschichte verbinden und sie zu unserer machen.

Der Film über Slomo ist eine Heldenreise in Reinkultur (wer mit diesem jahrhundertealten Erzählmuster noch nicht vertraut ist, darf sich gerne einmal unser kostenloses ebook “Die Heldenreise” dazu downloaden). Außerdem habe ich die einzelnen Stufen für euch ganz eng am Timecode festgemacht. Wer also aus professionellem Interesse heraus Lust hat, den Film ganz kleinteilig zu analysieren und zu lernen, was ihn so spannend macht, der kann sich das PDF zur Heldenreise in Slomo herunterladen. Eine kleine Lehreinheit für Storytelling im Dokumentarfilm für jeden, der das Handwerk besser verstehen will oder beruflich mit Filmen oder Texten zu tun hat.

Und weil Slomo so 1:1 die Heldenreise abbildet, habe ich den Regisseur Josh Izenberg angeschrieben und gefragt, ob er die Geschichte extra so “gestrickt” hat. Und auch wenn während seines Screenwritingstudiums die Heldenreise durchaus immer wieder Thema war, hat er sie diesmal “wohl nur unterbewusst angewandt”, wie Josh sagt. Spannend – das zeigt einmal mehr, wie sehr dieses Storytelling Muster in uns allen verankert ist und wie der natürliche Erzählfluss es immer wieder zutage bringt.

Oder wie Josh es ausdrückt: “Our storytelling decisions were gut based and intuitive in as much as we didn’t have any written structure. But we were definitely thinking about building drama and using reveals, and other tools of the trade.”

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