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Heldenreise

Wie kriege ich ein erfolgreiches Leben hin?

Wie kriege ich ein erfolgreiches Leben hin?

Svenja Walter<br>Digital Storyteller & Onlinerin der ersten Stunde

Svenja Walter
Digital Storyteller & Onlinerin der ersten Stunde

Unsere Lebensgeschichte erfolgreich zu gestalten, erscheint den meisten von uns wie eine Mammutaufgabe. Am hilfreichsten finde ich Kierkegaards Rat unser Leben „vorwärts zu leben und rückwärts zu begreifen“. Aber was müssen wir dafür tun?

„Ich habe einfach keine Zeit Sport zu machen, meine Selbstständigkeit neben meinem Job einzutüten, jeden Tag frisch zu kochen …“. Natürlich nicht, wenn wir unsere Prioritäten so setzen, dass unsere Zeit woanders hin fließt. Wenn wir vor Netflix abhängen, uns mit Leuten treffen, die uns nicht weiterbringen oder sinnlos auf Social Media surfen.

Um „vorwärts zu leben“ müssen wir vor allem die klare Entscheidung treffen, auf ein Ziel hinzuarbeiten – und diese dann nicht jeden Tag aufs Neue in Frage stellen, sondern an ihr festhalten.

Wir müssen jeden Tag die kleinen Schritte ausführen, die uns der Aktivität, der Idee, dem Ziel näher bringen. Und so unsere Lebensgeschichte vorwärts erfolgreich gestalten.

Ein Beispiel: Wir wollen ein Unternehmen gründen. Also machen wir einen Plan, unterteilen ihn in viele kleine, aufeinanderfolgende Schritte und setzen diese täglich um. Wäre das so einfach, wären wir alle erfolgreich. Was passiert also auf dem Weg und warum sabotieren wir uns so oft selbst und visualisieren das mit Begriffen wie „innerer Schweinehund“?

Eine erfolgreiche Lebensgeschichte beruht auf demselben Trick, der uns einen Berg besteigen lässt.

Wir wandern, anstatt zu rennen. Stetes Tempo, nicht zu schnell. Den Blick immer auf den nächsten Schritt gerichtet und den Fuß achtsam dort aufgesetzt, wo er dem Körper sicheren Halt bietet. 

Was wir noch brauchen: Positive Weggefährten, die uns begleiten. Pausen, in denen wir rasten, etwas trinken, etwas essen und uns entspannen, ausruhen und erholen. In denen wir unsere physischen und psychischen Kräfte bewusst sammeln, um uns danach wieder konzentriert und fokussiert auf den Weg zu machen.

Bei einer Wanderung – oder generell bei physischen Tätigkeiten – ist es gesellschaftlich akzeptiert, dass Pausen notwendig sind, um etwas zu leisten. Das erklärt die heilige Mittagspause von Handwerkern und warum wir einen farbbeklecksten Maler im Blaumann mittags an der Supermarktkasse eher vorlassen, als einen Banker im Anzug.

Doch: Je unsichtbarer unsere Tätigkeit für Außenstehende ist, je weniger wir selbst ein Ergebnis sehen, desto mehr neigen wir dazu, uns Pausen zu untersagen. Passiert oft bei Berufen, bei denen man tagein tagaus am PC sitzt und keine materiellen Fortschritte in den Händen hält. Dabei sind gerade geistige und kreative Tätigkeiten hochanstrengend für uns und unseren Körper. 

Was können wir tun, um nicht in die Falle zu tappen und durch systematisches Überarbeiten und falsch verstandene Disziplin unseren Drive zu verlieren?

Verstehen, dass Körper und Geist wirklich zusammenhängen und dass wir zur erfolgreichen Lebensgestaltung auch Seelennahrung brauchen. 

Spaziergänge in der Natur. Ein gutes Buch lesen, draußen auf dem Balkon, mit einer warmen Tasse Tee und eingewickelt in eine kuschelige Decke. Die Umarmung eines Freundes oder unseres Partners. Gespräche, die uns nach vorne bringen und unsere Energien wieder aufladen. All das dürfen und müssen wir aktiv in unser Leben holen, um den langen Mittelteil unserer Heldenreise durchzustehen.

In einer Welt voller endorphingeladener Ablenkungen haben wir diese Balance nahezu verlernt. 

Kennen kaum noch das gute Gefühl irgendwo auf der Welt zu sitzen und einer kreativen Tätigkeit nachzugehen. Zwischendurch hochzuschauen und über einen Gedanken zu sinnieren. Und dann die Energie zu spüren, wenn der Gedanke so interessant ist, dass wir ihm nachgehen wollen. Das ist etwas ganz Wertvolles. Das sind Seelen- und Gedankenaktivitäten, die wir brauchen, um mental gesund zu bleiben.

Du kannst nicht vor Dir selbst weglaufen. Nicht durch Konsum, nicht durch Betäubung, nicht durch Verdrängen, noch nicht einmal durch Schlaf.

Jedes Mal etwas dazulernen. Schritt für Schritt. Aufgabe für Aufgabe. Mit nach vorne gerichtetem Blick, guter Orientierung und dem Mindset eines ewig Lernenden.

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