Storytelling Buchhandel Marketing

Marketing Ideen Buchhandlung

Buchhandlung Storytelling Beispiele
Buchhandel Marketing Tipps
Buchhandel Marketing Beispiele
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Marketing Buchhandel

Marketing Ideen für Buchhandlungen am Beispiel der Traditionsbuchhandlung „Strand“ in New York

Die Traditionsbuchhandlung „Strand“ in New York gibt es jetzt seit 93 Jahren – nicht zuletzt wegen ihres hervorragenden Marketings. Kreative Marketing Ideen für die gesamte Buchbranche, die wir uns heute genauer anschauen.

Die Plätze auf den Auslagetischen der Buchhandlung sind besonders heiß begehrt – denn hier sehen die Kunden das komplette Cover und nicht nur den Buchrücken. Während die Tische im Strand Bookstore nach Themen sortiert sind, helfen die auffälligen, gelben Karten zusätzlich, Art und Inhalt der Bücher auf einen Blick zu vermitteln.

Spannend: Die auf die Karten gedruckten Sprüche sind deshalb so treffend, weil sie nicht „ausgedacht“, sondern von echten Lesern inspiriert sind. Ich habe bei den Buchhändlerinnen im Store nachgefragt.

„Wir bekommen täglich Feedback von unseren Kunden, wie sie gerade gelesene Bücher fanden. Oft erzählen sie uns sogar kleine Geschichten. Wo sie das Buch gelesen haben, in welcher emotionalen Stimmung sie sich dabei befunden haben, was sie besonders fanden. Daraus entnehmen wir dann kleine Zitate, Hinweise und Empfehlungen, die Buchtitel und -cover stimmig ergänzen.“

Marketing Buchhandel – Mit Visual Storytelling Kunden zu Fans machen

Das Sammeln von Kundenfeedback und das Aufschreiben eigener Ideen für die gelben Marketingkarten haben sich alle, die im Strand Bookstore arbeiten, zur Routine gemacht.

„Wir treffen uns regelmäßig, um über neue Ideen für Karten zu diskutieren – da bringt dann jeder seine Sammlung mit. Die Spitzenreiter-Sprüche werden gestaltet, ausgedruckt und auf die Titel im Store verteilt.“

Dabei gibt es wiederkehrende Themencluster, zum Beispiel Stimmungsbilder („Rainy day read“), das Buch als Ich-Erzähler („Im the one your friend was telling you about“) und Anmerkungen zur Länge („Size does not matter“). Aber es sind auch viele ganz individuelle, witzige und „quirky“ Sprüche dabei. Schaut mal die Fotogalerie durch.

Der „Strand“ Store ist inhabergeführt in dritter Generation von Nancy Bass.

Strand Books New York

„Gerade in Zeiten von Amazon und Co. ist es für die Buchhandlungen wichtig, die Rolle eines „Community Centers“ auszufüllen und sich als Ort der Begegnung zu verstehen.“

Im Video erzählt Nancy ein bisschen darüber, wie sie das Strand zu einem Teil von New York gemacht hat – und wie es ist, im Strand Bookstore beraten zu werden und Bücher zu kaufen.
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Review-Regale mit Zusammenfassungen der Buchhändler

Neben den Tischen gibt es spezielle Review-Regale, die mit Zusammenfassungen der Buchhändler bestückt sind. Diese schreiben ihre ganz persönlichen Leseeindrücke auf Karteikarten und stecken sie hinter eine Plexiglasscheibe zum Buch.

Buchmarketing Buchhandel

Tolles Storytelling:

Auf den Karten sind kleine Fotos der Buchhändler sowie ihr Name zu sehen, so dass man direkt weiß, von wem der Tipp kommt. Oft gekoppelt mit Hinweisen, wo die Personen zu finden sind.

Was ich hier besonders mag: Jeder bringt seinen ganz persönlichen Stil und seine Vorlieben mit in die Reviews ein. Halt typisch New York.

Marketing Buchhandel
Marketing Buchhändler
Marketing Ideen Buchhandel

Storytelling im deutschen Buchhandel

Übrigens – auch deutsche Buchläden haben richtig gute Ideen. Im „Siebter Himmel“ in Köln werden zur jecken Jahreszeit den Büchern Clownsnasen aufgesetzt. Und aktuelle Besprechungen aus dem Feuilleton stehen praktischerweise direkt hinter dem Titel im Regal. Einfach rausnehmen, durchlesen und kaufen.

Buchmarketing Deutschland

Was ist im Strand Bookstore noch besonders beim Buch Marketing?

1. Der geniale Slogan „18 Miles of Books”

Der Slogan stimmt zwar sicher nur, wenn man die Regalbretter einzeln abgehen würde, aber haften bleibt er trotzdem. Und: man kann sich so – auch ohne jemals vor Ort gewesen zu sein – vorstellen, wie es sich anfühlt, durch die engen Regalschluchten zu wandeln.

Buchhandlung Storytelling Deutschland

2. Die Rare Books Section

Sicher auch einzigartig: die Rare Books Section, die nur mit dem Fahrstuhl zu erreichen ist, und in der sich auch schon mal eine Erstausgabe von „Catcher in the Rye“ versteckt. Während man im Erdgeschoss eher im Konsumtempel ist, spürt man hier die Wichtigkeit jedes einzelnen Wortes, die Bedeutung jedes einzelnen Buches.

Strand Bookstore NYC

3. Sehr amerikanisch, aber eine tolle Idee – “Books by the Foot”.

Eine vom Strand angebotene Dienstleistung, bei der sich Kunden individuelle Buchsammlungen zusammenstellen lassen können (nach Interesse, Genre, Farbe sortiert). Und: als Innenarchitekt, Set Designer oder für öffentliche Veranstaltungen kann man solche Sammlungen auch mieten.

Strand Bookstore New York
Ideen Design Thinking Stanford

Design Thinking Workshop an der Stanford Universität

Design Thinking Prozess Stanford

Design Thinking Prozess

Design Thinking Workshop an der Stanford Universität

Kennengelernt habe ich die Methode bei einem Design Thinking Workshop an der Uni Liechtenstein bei Professor Larry Leifer von der Stanford University. Und gleich verstanden:

Design Thinking ist nicht nur ein Methodenbündel, sondern eine Lebenseinstellung.

Dem zugrunde liegt die Haltung, Menschen zu mögen. Zu sagen: Jeder Mensch ist wichtig. Jedes Team kann kreativ sein – wie bei den Fab Four, den Beatles. Kein einzelner Beatle wäre so berühmt geworden, wie die vier zusammen. Weil sie sich in ihren Talenten und ihrer Kreativität optimal ergänzt haben.

Uwe Walter und Larry Leifer in Stanford beim Design Thinking Workshop
Design Thinking Workshop bei Larry Leifer von der Standford Universität.

Besuch bei Larry in Stanford

Nach der Veranstaltung war ich so fasziniert, dass ich Larry in Stanford besucht habe. Er hat mich in ein Projekt seiner Klasse ME 310 (ME steht für Mechanical Engineering) eingeladen. Diese hat viele Kooperationen mit großen Konzernen wie BASF, Philipps oder IKEA. In Workshops beschäftigen sich die Teilnehmer im Sinne von Design Thinking mit Fragestellungen der Industrie.

Meine Erkenntnisse als Coach über den Design Thinking Prozess, jeden Schritt, jede Phase und die Magie der Innovation möchte ich heute gerne mit Dir teilen.

Uwe Walter Storytelling Coach
d-school Stanford University
Design Thinking Phasen Larry Stanford
Larry Leifer unterrichtet die Klasse ME 310 an der d.school (School of Design Thinking) im Hasso Plattner Institut in Stanford.

Wie geht Design Thinking?

Wie entwickele ich etwas für einen Kunden? Und wie setze ich diesen Kunden radikal in den Mittelpunkt? Indem ich ihn definiere und ein Interview mit ihm mache. Ihn kennenlerne und ihn frage, welche Probleme er hat – oder wie er zu einem bestimmten Problem, einer Herausforderung steht.

Aus diesem Kennenlernen des Kunden, diesem hemmungslosen Hinhorchen, diesem tiefgründigen Verstehen, was der Kunde will (und wie er es will), kann ich Lösungen ableiten. Aber zuerst muss ich verstehen, wie er handelt, denkt und fühlt. Empathie spielt bei jedem Design Thinking Prozess eine bedeutende Rolle.

Ein berühmtes Design Thinking Beispiel:

Es kommt immer wieder vor, dass Kinder Schwierigkeiten mit CT Untersuchungen haben. Der umlaufende Elektromotor und der Scanner, der sich in einer Turbine dreht, machen solch einen Lärm, dass die Kinder auf der Trage Ängste bekommen. Sie weinen, sind verzweifelt und wollen nicht in das CT geschoben werden.

Das führt dazu, dass die betriebswirtschaftliche Kalkulation nicht mehr funktioniert. Würde man für eine sinnvolle Auslastung beispielsweise jede halbe Stunde einen neuen Patienten ins CT schieben, ist das mit weinenden Kindern natürlich nicht mehr möglich – und das Gerät amortisiert sich nicht.

Also hat man beim Design Thinking Prozess überlegt:

Was müssen wir tun, damit die Kinder mit dem CT besser klarkommen?

Bei Gesprächen mit den Kindern haben diese erzählt, dass sie Angst vor dem Gerät haben, weil sie nicht wissen, was mit ihnen passiert. Also hat man eine Geschichte erfunden und die CTs bemalt, zum Beispiel wie ein Schiff mit einem Bullauge. Dann wurde den Kindern ein Spiel passend zur Bemalung angeboten, um sie von ihren Ängsten abzulenken.

Ein schönes Beispiel von Astrid Piskora (CSR, Disney):

Noch besser hat es Disney im Jahr 2019 im Deutschen Herzzentrum München umgesetzt, um Kindern die Angst vorm MRT (Kernspin) zu nehmen. Hier kommen den Kindern Disney Helden zur Hilfe.

Während der Untersuchung können die Kinder über eine spezielle VR-Brille (ohne Metallteile), beliebte Disney Serien und Filme anschauen. Die Helden erscheinen den Kindern durch die Video-Brille wie auf einer Kino-Leinwand, die drei Meter entfernt steht. Bereits vor der Untersuchung dürfen die Kinder einen Disney Film aus der DVD-Sammlung aussuchen und werden so vor der bevorstehenden Untersuchung auf schöne Gedanken gebracht. 

Disney MRT

Beide Bilder ©The Walt Disney Company (Germany) GmbH

Design Thinking anwenden

Natürlich können wir Design Thinking auch nutzen, um andere Dinge als „nur“ Industrieprodukte zu entwickeln. Wir könnten das Prinzip anwenden, um Filme zu entwickeln.

Ich kann zum Beispiel Ehepaare befragen, wie sie Partnerschaft erleben, was sie unter Liebe verstehen, wie sie Intimität und Gespräche erleben. Wie teilen sie ihren Lebensraum miteinander? Auf welche Weise verbringen sie Zeit miteinander? Wie setzen sie ihre Lebensträume um? Und wie nehmen sie wechselseitig Energien und Nähe wahr?

Aus diesen Befragungen der Zielgruppe kann ich Muster ableiten, was genau die Herausforderungen von Ehepaaren sind. Dann Ideen entwickeln, welche Geschichte ihnen gut tun würden – und diese in Form eines heilsamen Films erzählen. Aber Stoffe so zu entwickeln ist noch nicht üblich.

In der Industrie schon. Da finden die Meinungsforscher heraus „Frauen mit dünnen Haaren hätten gerne mehr Volumen“. Und die Produktentwickler überlegen sich, wie sie für dieses Problem ein Produkt wie zum Beispiel einen speziellen Lockenstab maßschneidern können. 

Verstehen, Empathie, Synthese, Ideen, Prototyping, Testen

Design Thinking Prozess Phasen

Im Design Thinking Workshop der d.school in Stanford

Es war ein ungeheuerliches Erlebnis zu sehen, wie produktiv kleine Teams werden, wenn sie mit der Design Thinking Methode arbeiten. In dem Workshop, den ich besuchen durfte, haben sich Teilnehmer verschiedener Firmen mit dem Thema „alt sein“ beschäftigt. Dazu gingen sie in Altenheime, haben mit den Seniorinnen und Senioren geredet und diese gefilmt, um ergebnisoffen herauszufinden „Was sind die Bedürfnisse von alten Menschen?“

„Was sind die Bedürfnisse von alten Menschen?“

Theoretisch hätte alles dabei herauskommen können. Die einzige Maßgabe war: „Beschäftige Dich mit alten Menschen.

Mit Empathie und Verständnis zur Lösung.

Eine in den Gesprächen wiederkehrende Herausforderung war, dass alte Menschen, die alleine wohnen und nicht mehr gut zu Fuß sind, häufig Rollatoren brauchen.

Wenn sie auf die Toilette gehen wollen, haben sie ein Problem mit der Tür, die ja einmal zum Körper hin aufgeht und damit eine Barriere darstellt. Die Frage war: Wie können wir diese Barriere wegbekommen?

Bei den Befragungen hat das Projektteam herausgefunden: Alte Menschen wohnen in der Regel in zwei bis drei Zimmer Wohnungen, haben also fünf bis sechs Türen, deren Bedienung sie bewerkstelligen müssen. Auch wenn manche Türen offenbleiben können – andere können es eben nicht. Also das Projektteam überlegt: Wie viel Geld haben die alten Menschen im Durchschnitt an Rente zur Verfügung? Sind sie Mieter oder gehört ihnen die Wohnung?

Wie schaffe ich ein Problem mit einer Lösung aus der Welt?

Am Ende haben sie herausgefunden, dass die Senioren bei dem, was sie an Rente haben, für einen Türöffnungsmechanismus nicht mehr als 100 $ ausgeben können. Wenn sie sterben oder umziehen, muss der Türöffnungsmechanismus einfach und bestenfalls rückstandslos abbaubar sein. Es war also klar: Löcher bohren und anschrauben kommt nicht in Frage. Es muss eine Lösung sein, bei der der Mechanismus geklebt wird.

So entstand ein sehr genaues Profil und das Team hat dann genau solch einen Mechanismus entwickelt und als Prototyp gebaut. Spannend ist, dass in der Gruppe nur ein Ingenieur war – ein anderes Mitglied war zum Beispiel Fußballspielerin. Aber bei Design Thinking geht es eben um mehr als die reine Funktion – es geht um die ganzheitliche Betrachtung eines Nutzens. Außen wie innen. Wie schaffe ich ein Problem mit einer Lösung aus der Welt?

Dieses „Entwicklungsdenken“, dieser Weg von der Frage zur Antwort, vom Mangel zur Lösung – das ist auch das Geheimnis das jede Geschichte präsentiert.

Design Thinking und Storytelling sind wie narrative Zwillinge. Nur dass beim Design Thinking Prinzip die Probleme im realen Leben praktisch gelöst werden. Und beim Storytelling eine Lösung, ein Gedankenspiel angeboten wird. Zwei Tools, die sich ideal ergänzen.

Die d.school in Stanford – Einblicke in die Räumlichkeiten

Leland Stanford hat die Stanford University gegründet, weil sein einziger Sohn gestorben ist. Sein Kind war so neugierig und interessiert, dass die Eröffnung einer Universität zu seinen Ehren eine tröstende und Hoffnung erweckende Aufgabe war.

Ideen Design Thinking Stanford
Die Stanford Memorial Church und Campus.
Design Thinking Stanford University

Unterschiedlichen Welten gemeinsam an einem Ort

Stanford wurde als „Harvard des Westens“ geplant und besteht aus vielen kleinen Seminargebäuden im mexikanischen Stil. Die d.school ist im Zentrum des Kerncampus.

Hasso Plattner Institut Design Stanford
Design Thinking Workshops Idee

Die eine Hälfte des Gebäudes ist von Designern belegt, die andere Hälfte von Maschinenbauern. Inmitten des Erdgeschosses befindet sich eine Halle, die beide Teile verbindet und in der man sich begegnen kann. 

Hier treffen die unterschiedlichen Welten im öffentlichen Raum aufeinander – bei Events, Vorträgen und Präsentationen.

Thinking Prozess Phasen

Drumherum sind lauter multifunktionale Räume angeordnet, die ständig neu belegt werden. Morgens macht eine Gruppe Yoga, eine Stunde später ist ein Design Thinking Workshop, dann findet eine Vorlesung statt.

Im ersten Stock ist der Arbeitsbereich mit den flexibel einsetzbaren Wänden. Denn die Idee beim Design Thinking ist: Du hast einen flexiblen Raum, wo Du einen Workshop machen kannst – aber auch zehn Workshops gleichzeitig. Damit Du den Raum aufteilen kannst, damit er mal größer und mal kleiner ist, brauchst Du flexible Trennwände. Deshalb ist an der Decke ein Schienensystem installiert, um die Räume jederzeit nach Bedarf unterteilen zu können. Die Trennwände lagern stehend in speziellen Wägen und können einfach zum Aufhängungsort gefahren werden.

Jeder Raum ist wie eine kleine Bühne, auf der nur ein Problem gelöst wird. Daran arbeiten alle kooperativ im Stehen, an Stehtischen. An die flexiblen Wände kleben die Teilnehmer bunte Zettel, die farblich sortiert werden – immer von Hand geschrieben. Diese händische Zusammenarbeit an Whiteboards, mit abwischbaren Stiften und Post its macht Spaß und entzündet die Kreativität.

Stanford Räume

Kreativität statt Materialismus

Es soll alles nicht viel Geld kosten, damit die Teams nicht aus Respekt vor dem Material ihre Ideen unterdrücken. Die Materialien sollen einfach da sein und genutzt werden, um die Probleme zu lösen – und nicht als wertvolles Gut wahrgenommen werden, das man besser nicht anfasst.

In der d.school wird alles dafür getan, einen provisorischen Workshopcharakter zu vermitteln. So trauen sich die Teams, Dummmies und Prototypen aus einfachen Mitteln zu bauen, die nicht schön sein müssen.

Kreative Ideen Workshops

Ganz wichtig, damit die Funktionalität der d.school Räumlichkeiten immer erhalten bleibt, sind die Floorplans. Auf ihnen ist der Ruhezustand des Raumes festgehalten. Grundrisse mit genauen Angaben, wo was hingehört und wie der Raum verlassen werden muss.

Denn auch, wenn in den Workshops die Räume auf jede mögliche Art genutzt werden und die Teams alles durcheinanderwirbeln dürfen: am Ende muss alles wieder genau wie auf dem Floorplan angeordnet werden.

d.school Stanford Workshop Larry Leifer

So bleibt auch die Energie und der Nutzen der Räume voll erhalten und kann dem nächsten Team bei seinen Herausforderungen die volle Unterstützung bieten. 

Storytelling Museum digital Storytelling

Storytelling im Museum

Storytelling Museum digital Storytelling

Storytelling im Museum

Wie wir mit einem Publikumsliebling noch mehr Besucher begeistern 

Der Blauwal im Museum of Natural History in New York City ist ein echter „People Magnet“. Von seiner Form über die Farbe bis hin zur Installation im Raum haben sich viele Experten mit all ihrer Leidenschaft reingekniet, um den Blauwal zu einem faszinierenden Anziehungspunkt zu machen. Als er im November 1968 aufgehängt wird, kommen am darauffolgenden Sonntag mehr als 35.000 Menschen ins Museum – ein Besucherrekord. Ein Beispiel für gutes Storytelling im Museum.

Egal wo in der „Irma and Paul Milstein Family Hall of Ocean Life“ ich mich befinde, ich erlebe den Wal immer wieder neu.

Auf der oberen Etage umrunde ich ihn einmal und bin überrascht, wie biegsam solch ein großes Tier ist. Dann, die Treppe runter, komme ich ihm mit jedem Schritt näher – bis ich direkt unter ihm stehe. Staunend schaue ich hoch und bin tief berührt von diesem sanften Riesen.

Wie schwerelos hängt er im abgedunkelten Raum und ich bin mir sicher: Das ist der eine magische Moment in meinem Leben, in dem ich einem Blauwal so nahe komme.

Digital Storytelling im Museum

Aber warum ist das Blauwal-Modell so imposant?

Weil es mit viel positiver Schaffenskraft und Liebe zum Detail entsteht. Mitte der 60er Jahre haben wir Menschen zwar schon Fuß auf den Mond gesetzt, aber noch keinen Blauwal unter Wasser beobachtet. Daher ist das Abbild auch nur eine Momentaufnahme unseres damaligen Wissensstands. Und der beruht hauptsächlich auf dem Fund eines verstorbenen Blauwal-Weibchens im Jahr 1925.

Heute haben wir viel mehr Informationen über Blauwale in ihrem natürlichen Lebensraum, die regelmäßig zu Updates am New Yorker Wal führen. Das Geschichtenerzählen über den Gigant der Meere macht keine Pause. 

So wird bei der Restaurierung im Jahr 2000 aus dem bestehenden Modell ein neuer Wal herausgearbeitet. Mit einer anders geformten Schwimmflosse, weniger stark hervortretenden Augen und dem zuvor vergessenen Bauchnabel wird der Wal genauso für zukünftige Besucherströme fit gemacht. Wie durch einen komplett neuen Anstrich.

Storytelling im Museum:
Digital Storytelling und Transmedia Storytelling

Auch hier punktet der Wal. Die beständige Arbeit am Wal überträgt sich energetisch. Wir Besucher merken: „Die kümmern sich gut um unseren Wal“.

Youtube

Und schalten uns beim alljährlichen Facebook-Live-Event dazu, wenn der Blauwal von einem Museumsmitarbeiter im Kranwagen gewaschen und für seine Besucher herausgeputzt wird.

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Publikumszeitschriften

Sogar für große Publikumszeitschriften wie die New York Times bleibt der Wal ein liebgewonnener „Talk of the Town“. Ein Symbol für die wissbegierigen Besucher aus der eigenen Stadt und aus aller Welt, dem die Times im April 2014 wieder einen eigenen Artikel gewidmet hat. Im Mai 2017 erzählt die Times ausführlich in einem exklusiven Artikel von der Kunst der Blauwal-Reinigung.

Social Media – Instagram

Der Wal ist Kult – und damit ein Evergreen-Exponat, das jeden Tag eine Rolle im Leben vieler Menschen spielt, die auf Social Media aktiv sind. Und die Kunde des Wals in die Welt tragen. Mit GIFs in ihren Instagram Stories und Hashtags für Selfies vor dem Blauwal erzählen sie aller Welt vom Blauwal. 

Blauwal Giphy

(Das Blue Whale GIF vom American Museum of Natural History @amnh nutzen die Fans in ihren Insta-Stories.)

Wie Exponate Besucherstürme hervorrufen

Generell gilt: Je mehr ich in die Entwicklung einer Exponatgeschichte investiere und kreative Inhalte gestalte, desto mehr bereichert sie danach das Leben meiner Zuhörer – und stützt den Erfolg des Museums. Storytelling im Museum ist ein wichtiger Bestandteil in der Kommunikation.

Besucher werden langfristig zu Fans und ich verkaufe mehr Eintrittskarten.

Wenn Du mehr über die Geschichte des Blauwalmodells erfahren willst, lohnt es sich, diesen Film vom American Museum of Natural History auf Youtube anzuschauen.

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Geschichten erzählen lernen – die Storytelling Masterclass

Hast Du auch einen „Blauwal“, ein High Concept, einen People Magnet in Deinem Unternehmen oder Projekt? Du arbeitest im Kulturmanagement und möchtest neue Erzählweisen für Exponate lernen? Ich zeige Dir, wie Du Storytelling und Digital Storytelling in der Branche Kunst und Kultur anwenden kannst: