Reels erstellen
Reels erstellen

Reels erstellen - Teil 1

In meiner Social Media Reihe „Anatomy of a Reel“ nehme ich Dich mit in die Welt der erfolgreichen Reels. Gemeinsam lernen wir, wie Du Instagram Reels erstellen kannst. Ich zeige Dir, welche besonderen Tricks und Kniffe Du brauchst, um ein Reel zu machen, das bei Deinen Followern ankommt – und im besten Fall zu mehr Followern und Reichweite auf Instagram führt.⁠⁠ Dabei geht es um ganz verschiedene Themen – von Storytelling über Schnitt bis hin zur Ideenfindung ist alles dabei.

Im ersten Teil von „Anatomy of a Reel“ starte ich mit der Frage: „Warum wird ein Reel erfolgreich“?⁠⁠ 

Inhalt von diesem Blogbeitrag

Warum wird ein Reel erfolgreich?

Wie immer im Leben, wenn etwas erfolgreich ist, liegt das nicht nur an einer Sache. Wenn Du ein gutes Reel machen möchtest, spielen viele Faktoren eine Rolle. Wir machen es hier jetzt so praktisch wie möglich und schauen uns ein Reel an, das erfolgreich ist. Dann erkläre ich Dir die Anatomie davon, das heißt den Körperbau des Reels.

Dazu analysieren wir⁠⁠

– den Aufhänger

– die Shotlist ⁠⁠

– den Rhythmus und⁠⁠

– die Transitionen (das sind die Übergänge).⁠⁠

1. Der Aufhänger

Wir nehmen für die Analyse ein richtiges „Gute-Laune-Reel“ von Reese Witherspoon.

„When the kids go back to school and you have the house to yourself…”

Reese hat dieses Reel am ersten Schultag nach den Sommerferien in ihrem Instagram Feed veröffentlicht – der Tag, wenn die Kinder wieder das Haus verlassen. Damit hat sie ein Instagram Reel erstellt, das folgende Eigenschaften mit sich bringt und daher beim Betrachter etwas auslöst. Das Reel:

– ist saisonal

– hat mit mir zu tun (Second-Story, alle Mütter kennen dieses Gefühl, wenn die Kinder nach sechs Wochen zum ersten Mal das Haus verlassen)

– erzählt eine Geschichte

– zeigt eine Transformation

– löst Emotionen aus

– ist humorvoll und bringt mich zum Lachen.

Und es hat bis zum heutigen Tag eine enorme Reichweite mit 35,4 Millionen Views der Nutzer erzielt.

2. Shotlist

Im nächsten Schritt schauen wir uns die Shotlist an.

Eine Shotlist hilft Dir beim eigenen Reels erstellen, denn damit bekommst Du einen genauen Überblick über die einzelnen Szenen/Inhalte Deines Reels. Außerdem kannst Du wichtige Informationen erfassen, wie zum Beispiel die Einstellungsgröße, was die einzelnen Takes beinhalten sollen und die Reihenfolge. 

Bei dem Reel, das Reese Witherspoon geteilt hat, sehen wir folgendes: Es gibt eine Anfangssituation, dann vier Transitionen und abschließend die Endsituation.

Shotlist Reels erstellen

3. Rhyth­mus – Musik bei Reels

Ganz wichtig ist die Musik bei Reels. Sie löst Emotionen aus und lässt Deine Follower genauer hinschauen. Bei der Musik ist es wichtig, dass Du pfiffig und auf den Takt schneidest, wenn Du eine Tonspur hinzufügst (lerne mit diesem Onepager wie das geht). Musik kannst Du direkt in der Instagram App über die Music-Library auswählen oder eigene Musik hinzufügen.

Im Video zähle ich den Rhythmus im Beispiel von Reese Witherspoon ab Minute 1:31 einmal mit. Schau Dir das ruhig ein paar Mal an, denn Du wirst vielleicht merken, dass es am Anfang fast ein bisschen aus dem Takt wirkt – und tatsächlich ist Reese da mit ihrem Hüftschwung nicht ganz auf den Punkt.

4. Transitionen

Last but not least schauen wir uns gemeinsam die Transitionen an – findest Du im untenstehenden ab Minute 1:54. Warum diese Übergänge so wichtig sind? Weil sie ein wichtiger Bestandteil von Shortform-Video-Content (also Reels, TikToks und anderen kurzen Clips für Social Media) sind und ihren besonderen Charme ausmachen. Daher müssen wir genau hingucken.

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Solche Transitionen funktionieren am besten, wenn Du die Bewegung vorher bereits andeutest. Das kannst Du gut in unserem Beispiel-Reel sehen:

– In der ersten Einstellung schaut sich Reese schon nach hinten links um, um ihren Kopf dann in der zweiten Einstellung  nach links weiterzudrehen.

– Danach geht sie bereits kurz nach oben mit dem Kopf, um dann in der dritten Einstellung den Kopf ganz zurückzuschmeißen.

Heißt also: ich deute die Bewegung immer in einer Einstellung an, um sie dann in der nächsten Einstellung weiterzuführen.

Solche Übergänge sehen noch interessanter aus, wenn Du ein paar Frames beim Wechsel der Einstellungen weglässt.

Diesen Effekt zeige ich Dir im Video in Minute 2:37:

– Da siehst Du, dass Reese im ersten Frame der zweiten Einstellung den Kopf eigentlich schon ein bisschen weiter gedreht hat, als er laut dem letzten Frame der ersten Einstellung sein dürfte. Aber gerade das lässt die Bewegung flüssig aussehen, weil man so das Auge bzw. das Gehirn überlistet, das diese Umdrehungszeit automatsch wegrechnet.

Ich freue mich, wenn Dir der erste Teil von „Anatomy of a Reel“ gefällt und Du ein paar Ideen für Deine eigenen Reels mitnehmen kannst. Teil 2 folgt bald!

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