Storytelling Museum digital Storytelling

Storytelling im Museum

Storytelling Museum digital Storytelling

Storytelling im Museum

Wie wir mit einem Publikumsliebling noch mehr Besucher begeistern 

Der Blauwal im Museum of Natural History in New York City ist ein echter „People Magnet“. Von seiner Form über die Farbe bis hin zur Installation im Raum haben sich viele Experten mit all ihrer Leidenschaft reingekniet, um den Blauwal zu einem faszinierenden Anziehungspunkt zu machen. Als er im November 1968 aufgehängt wird, kommen am darauffolgenden Sonntag mehr als 35.000 Menschen ins Museum – ein Besucherrekord. Ein Beispiel für gutes Storytelling im Museum.

Egal wo in der „Irma and Paul Milstein Family Hall of Ocean Life“ ich mich befinde, ich erlebe den Wal immer wieder neu.

Auf der oberen Etage umrunde ich ihn einmal und bin überrascht, wie biegsam solch ein großes Tier ist. Dann, die Treppe runter, komme ich ihm mit jedem Schritt näher – bis ich direkt unter ihm stehe. Staunend schaue ich hoch und bin tief berührt von diesem sanften Riesen.

Wie schwerelos hängt er im abgedunkelten Raum und ich bin mir sicher: Das ist der eine magische Moment in meinem Leben, in dem ich einem Blauwal so nahe komme.

Digital Storytelling im Museum

Aber warum ist das Blauwal-Modell so imposant?

Weil es mit viel positiver Schaffenskraft und Liebe zum Detail entsteht. Mitte der 60er Jahre haben wir Menschen zwar schon Fuß auf den Mond gesetzt, aber noch keinen Blauwal unter Wasser beobachtet. Daher ist das Abbild auch nur eine Momentaufnahme unseres damaligen Wissensstands. Und der beruht hauptsächlich auf dem Fund eines verstorbenen Blauwal-Weibchens im Jahr 1925.

Heute haben wir viel mehr Informationen über Blauwale in ihrem natürlichen Lebensraum, die regelmäßig zu Updates am New Yorker Wal führen. Das Geschichtenerzählen über den Gigant der Meere macht keine Pause. 

So wird bei der Restaurierung im Jahr 2000 aus dem bestehenden Modell ein neuer Wal herausgearbeitet. Mit einer anders geformten Schwimmflosse, weniger stark hervortretenden Augen und dem zuvor vergessenen Bauchnabel wird der Wal genauso für zukünftige Besucherströme fit gemacht. Wie durch einen komplett neuen Anstrich.

Storytelling im Museum:
Digital Storytelling und Transmedia Storytelling

Auch hier punktet der Wal. Die beständige Arbeit am Wal überträgt sich energetisch. Wir Besucher merken: „Die kümmern sich gut um unseren Wal“.

Youtube

Und schalten uns beim alljährlichen Facebook-Live-Event dazu, wenn der Blauwal von einem Museumsmitarbeiter im Kranwagen gewaschen und für seine Besucher herausgeputzt wird.

Publikumszeitschriften

Sogar für große Publikumszeitschriften wie die New York Times bleibt der Wal ein liebgewonnener „Talk of the Town“. Ein Symbol für die wissbegierigen Besucher aus der eigenen Stadt und aus aller Welt, dem die Times im April 2014 wieder einen eigenen Artikel gewidmet hat. Im Mai 2017 erzählt die Times ausführlich in einem exklusiven Artikel von der Kunst der Blauwal-Reinigung.

Social Media – Instagram

Der Wal ist Kult – und damit ein Evergreen-Exponat, das jeden Tag eine Rolle im Leben vieler Menschen spielt, die auf Social Media aktiv sind. Und die Kunde des Wals in die Welt tragen. Mit GIFs in ihren Instagram Stories und Hashtags für Selfies vor dem Blauwal erzählen sie aller Welt vom Blauwal. 

Blauwal Giphy

(Das Blue Whale GIF vom American Museum of Natural History @amnh nutzen die Fans in ihren Insta-Stories.)

Wie Exponate Besucherstürme hervorrufen

Generell gilt: Je mehr ich in die Entwicklung einer Exponatgeschichte investiere und kreative Inhalte gestalte, desto mehr bereichert sie danach das Leben meiner Zuhörer – und stützt den Erfolg des Museums. Storytelling im Museum ist ein wichtiger Bestandteil in der Kommunikation.

Besucher werden langfristig zu Fans und ich verkaufe mehr Eintrittskarten.

Wenn Du mehr über die Geschichte des Blauwalmodells erfahren willst, lohnt es sich, diesen Film vom American Museum of Natural History auf Youtube anzuschauen.

Geschichten erzählen lernen – die Storytelling Masterclass

Hast Du auch einen „Blauwal“, ein High Concept, einen People Magnet in Deinem Unternehmen oder Projekt? Du arbeitest im Kulturmanagement und möchtest neue Erzählweisen für Exponate lernen? Ich zeige Dir, wie Du Storytelling und Digital Storytelling in der Branche Kunst und Kultur anwenden kannst: